DDR macht Schule in Thüringen und Bayern

Wie sollte angemessen mit der DDR im Schulunterricht umgegangen werden? Zwei aktuelle Beispiele gehen da völlig unterschiedlich heran:

Im ersten Fall lässt eine Lehrerin ein Theaterstück über die DDR aufführen. Das wird in der Welt kritisiert.

Im zweiten Fall wird an mehreren Tagen die DDR in der Schule nachgestellt. Das wird im Bayerischen Rundfunk für gut befunden:

Fall 1 geschah an einem Gymnasium in Suhl unter Anleitung einer Lehrerin mit DDR-Vergangenheit bzw. „DDR-Tick“, wie es im Artikel heißt. Sie hatte sich im Blauhemd der FDJ fotografieren lassen. Fall 2 ereignete sich an einem Gymnasium in Coburg, die Schülerinnen und Schüler hatten dafür mit Zeitzeugen gesprochen. Verkauft wurden Kekse mit Hammer und Sichel.

Aber natürlich bleiben das zwei komplett unterschiedliche Aktionen, die völlig unterschiedlich bewertet werden müssen. Wo kommen wir denn sonst hin, wenn wir plötzlich Ähnlichkeiten zwischen Bayern und Thüringen sehen würden?

Kommentar verfassen