Berichtenswert: Heinz Rudolf Kunze war als Kind in der DDR!

Egon Krenz und Heinz Rudolf Kunze sprechen miteinander, herausgekommen ist das Buch „Ich will hier nicht das letzte Wort“. So langweilig wie es klingt, ist es auch. Aber weil die zwei ja nicht unbekannt sind: Was schreibt man da als Presseagentur in eine Meldung?

Wer in die Leseprobe schaut, findet etwa folgende Erkenntnisse:

  • Das Politbüro hat die Rockkonzerte 1988 in der DDR unterstützt.
  • Heinz Rudolf Kunze meint, dass sich heute mehr Musiker für den Frieden einsetzen sollten.
  • Aus der Sicht von Egon Krenz ist der Kalte Krieg noch nicht vorbei.

Es geht also durchaus politisch und aktuell zu in dem Buch. Was macht also die Deutsche Presse-Agentur daraus? Sie zitiert Heinz Rudolf Kunze, der darüber spricht, wie er als Kind die DDR wahrgenommen hat:

Bei seinen DDR-Besuchen habe er im Umfeld von Omas und Opas, Tanten und Onkeln, nicht einen getroffen, der mit dem System zufrieden gewesen sei.

Egon Krenz darf da nur ergänzen, was man sowieso von ihm erwartet: Es müsse aber auch Leute gegeben haben, die hinter der DDR standen.

In der Presseinformation der Eulenspiegel-Verlagsgruppe heißt es übrigens zur Veröffentlichung:

Das Buch ist allerdings mehr als nur ein Gedankenaustausch zweier interessanter Persönlichkeiten über Vergangenes und Gemeinsames. Es ist auch eine Art Bestandsaufnahme, wie weit wir in Deutschland im mittlerweile ein Vierteljahrhundert währenden Vereinigungsprozess gekommen sind.

So weit dann offenbar noch nicht: Westdeutsche, die über Ostdeutsche reden, die nicht selbst zu Wort kommen. Schon wieder. Oder: Immer noch.

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