Tag der deutschen Einheit 2019 in den Medien: 9 Thesen

Tag der deutschen Einheit 2019 in den Medien: 9 Thesen

30 Jahre Mauerfall. Seit Monaten wird in den Medien das Wesen Ostdeutschlands ergründet, am 1. September wurde in Brandenburg und Sachsen gewählt, Ende Oktober geben die Menschen in Thüringen ihre Stimme ab. Ostdeutschland stand selten so im medialen Fokus.

Wer aber am 2. Oktober vor dem Zeitungskiosk stand, musste etwas suchen, das Thema des nächsten Tages zu finden: Vielen Zeitungen war der Tag der Deutschen Einheit offenbar nicht wichtig genug, um ihn auf die Titelseite zu heben.

Wir schauen uns deshalb die überregionalen Zeitungen an, bei denen es der 3. Oktober auf die Titelseite geschafft hat. Welche Themen setzen sie und wie haben sie diese umgesetzt? Und abschließend geben wir einen Überblick, was sich daraus lernen lässt. Für die deutsch-deutsche Berichterstattung zum zentralen deutsch-deutschen Thema.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

FAZ: Ausgabe zum Tag der deutschen Einheit 2019
FAZ, 2.10.2019

Vor fünf Jahren hat es eine Banane auf die Titelseite der FAZ geschafft, diesmal war die Panzerparade zum 70. Jahrestag Chinas wichtiger. Trotzdem beschäftigen sich gleich zwei Artikel auf dem Titel mit der deutschen Einheit.

Mut auf der Titelseite

Der erste Kommentar beschäftigt sich dem „Mut, der die Deutschen verbindet“. Mut ist auch die große Klammer des Textes, vom speziellen Mut in der DDR hin zum Mut, das aktuell Trennende zu überwinden. Das liest sich recht staatstragend und das ist kein Wunder: „Mut verbindet“ ist das Motto der diesjährigen Einheitsfeier in Kiel. Und so hat man das Gefühl, der Text von Jasper von Altenbockum könnte auch als Rede bei den Feierlichkeiten gehalten werden. Inhaltlich spannt er entsprechend den Bogen von der „Wiedervereinigung im Stil Helmut Kohls“ über die Grundfrage in Deutschland und Europa (Wie soll man mit Feinden der Demokratie umgehen?) hin zu einer Rede von Joachim Gauck, die ausführlich zitiert wird. Zu denken gibt der Kommentar aber auch:

„Was ist die Einheit, wenn gar nicht zusammenfinden soll, was nicht zusammengehört?“

Auch der zweite Artikel dreht sich um das Aufsatzthema Mut, diesmal ist es „Mut, der Zäune überwindet“. Und während darüber staatstragende Worte gefunden wurden, sind es hier pathetische Worte eines Motivationstrainers: „Mut, nicht Verdrossenheit, kann Zäune überwinden und Mauern zum Einsturz bringen. Und Freiheit erringen.“

Ganz gut mit Autobahnanbindung

Einen ganz anderen Ansatz findet die Reportage „Wer weg ist, bleibt meist weg“ aus dem Ressort Politik: Timo Steppat begleitet das Klassentreffen des Abijahrgangs 2004 aus dem thüringischen Hermsdorf. Gleichzeitig zeichnet der Text nach, was Bevölkerungsschwund für eine ostdeutsche Kleinstadt bedeutet. Der Text bringt immer dann die spannendsten Erkenntnisse, wenn er die Protagonisten zu Wort kommen.

Der Autor dagegen hält sich meist im Hintergrund. Wenn er dann doch einmal urteilt, dann weiß man, warum die Beobachtung der Menschen die besseren Stellen sind. So heißt es an einer Stelle:

„Hermsdorf steht ganz gut da. Es gibt eine Autobahnanbindung, in einer halben Stunde ist man in Jena; es gibt einen Bahnhof, von dem aus man mit dem Zug in gut 50 Minuten in Erfurt ist. (…) Den einen Arbeitgeber für alle gibt es nicht mehr. (…) Es ist komplizierter geworden.“

Wir erinnern uns: Der Absatz begann mit den Worten „Hermsdorf steht ganz gut da“.

„Noch nicht einmal klar, was überhaupt gefeiert wird“

Im Feuilleton ist die deutsche Einheit ebenfalls ein Thema – in diesem Fall mit dem Gastbeitrag „Dreißig Jahre friedliche Revolution und keiner geht hin“ vom ostdeutschen Forscher Hagen Findeis. Er stellt fest, dass es nicht gelungen sei, ein erinnerungskulturelles Narrativ über die DDR zu etablieren, dass für Mehrheit anschlussfähig wäre. „Ja, es ist noch nicht einmal klar, was überhaupt gefeiert wird.“

Die Ostdeutschen seien noch auf der Suche nach einer angemessenen Form des Gedenkens an ihre Geschichte. Die offiziell eingerichteten Stellen und die öffentlichen Diskussionen gingen nämlich an der Lebenswelt von Ostdeutschen vorbei. Findeis plädiert deshalb dafür, dass Ostdeutsche ihre Verschiedenartigkeit gegenseitig wahrnehmen und respektieren sollten.

Ost-Filme endlich ästhetisch-erzählerisch

In der Rezension zum Fernsehfilm „Wendezeit“ freut sich Oliver Jungen, dass in Filmen über die DDR und ihr Ende „ästhetisch-erzählerische Kriterien wieder die Oberhand über Moral, Geschichtsvermittlung und Sensationsklamauk gewonnen haben“.

Oder weniger akademisch ausdrückt: Toll, dass DDR-Filme jetzt vor allem gut aussehen und eine gute Geschichte erzählen. Interessanterweise beginnt Jungens Aufzählung früherer Filme mit „Good Bye Lenin!“. Dieser Trend ist schon seit mehreren Jahren zu beobachten: Der Blick auf Ost-Filme beginnt mit westdeutschen Regisseuren, frühere Filme wie „Sonnenallee“ haben da keinen Platz.

„Geld entscheidet“

Im Ressort Wirtschaft gibt es ein Interview mit Klaus Brodführer, langjähriger Bürgermeister von Schleusinger in Thüringen. Die Rubrik erklärt sich, wenn man sich diese Auswahl von Brodführer-Zitaten anschaut:

  • Die Einheit bedeutet für mich Freiheit – aber Freiheit mit Leistung.“
  • „Wir haben die Stadtsanierung geschafft und sind schuldenfrei“
  • „Geld entscheidet“
  • „Andere Städte hatten in der Zeit fünf verschiedene Bürgermeister, einer hat mehr Schulden gemacht als der andere.“
  • „Die DDRler haben wenig verdient, der Stadt hat (…) bezahlt. Das war aber nicht umsonst. Uns ist das Geld vorher genommen worden und damit auch unsere Freiheit. Heute will ich das Geld selbst ausgeben“

Süddeutsche Zeitung

Süddeutsche Zeitung: Ausgabe zum Tag der deutschen Einheit 2019
Süddeutsche Zeitung, 2.10.2019

Ein Trabant im atmosphärisch-roten Schatten blickt von der Titelseite der „Feiertagsausgabe“, daneben heißt es „In der Ostkurve“. Soviel vorab: Die Fußball-Metapher klärt sich nicht auf.

Die Gruppe dazwischen

Als wäre ein Trabi nicht genug, wird man auf der Seite des Titelthemas von zwei Ampelmännchen begrüßt. Puh.

Glücklicherweise ist der Artikel „Ohne die Grenze“ von Cornelius Pollmer  umso erhellender. Es ist ein pointiertes Plädoyer gegen simple Erklärungen durch die einseitige Interpretation von Statistiken oder einfache Positionen. Schlechtredner und Schönredner gäbe es, aber am interessantesten sei die Gruppe dazwischen mit differenzierten Positionen.

„Es gibt in dieser Gruppe schließlich die pragmatische Ansicht, das doch ein Deutschland möglich sein müsse, das seine Zusammengehörigkeit schätzt, ohne fortbestehende Unterschiede wegreden oder verschweigen zu müssen.“

„Die Menschen hier sind nicht anders als im Westen“

Für ein Interview spricht die SZ mit Axel Noack, dem ehemaligen Bischof von Magdeburg. Er fragt etwa: „Wer hört sich die Geschichten derer an, die nicht so gut angekommen sind?“ und bedauert: „Die Menschen hier sind nicht anders als im Westen, aber sie leben in einer anderen Zusammensetzung. Das wird viel zu wenig thematisiert.“

Benachteiligung im Westen

Ganz überraschend gibt es noch einen Text über die Stadt Hagen im Ruhrgebiet. Richtig: Westdeutschland ist auch Teil der deutschen Einheit, auch wenn die bisherigen Texte bislang wie selbstverständlich um Ostdeutschland gekreist sind. Warum eigentlich? Der Blick auf den Westen täte gut, um ein vollständiges Bild von Deutschland zur Einheit zu bekommen.

Der Text „Was den Neid schürt“ zeigt nämlich, wie nüchtern und erhellend ein Artikel über die wirtschaftliche Situation einer Region ausfallen kann, wenn eben genau diese Wirtschaft im Fokus steht. Und nicht noch soziologische, psychologische und weitere Erklärungen bemüht werden, wie das so oft bei Texten über Ostdeutschland der Fall ist.

Warum die DDR dem Westen leblos vorkam

Das Porträt „Der Kronzeuge“ schließlich beschreibt wie Ulrich Schwarz seine Zeit in der DDR verbracht hat. Er war DDR-Korrespondent des Spiegel – und der einzige West-Journalist bei der Demonstration am 9. Oktober 1989 in Leipzig.

Es ist zwar schade, dass die Menschen aus der DDR so nur zu beobachteten Demonstranten (und so zum beobachteten Objekt) oder zur allgegenwärtigen Stasi werden —  erhellend für den Blick auf den Osten ist das Porträt aber allemal. So habe Schwarz darauf geachtet, dass seine Quellen in den Artikeln nicht zu orten waren. Die Folge:

„Deswegen lasen sich all die Texte so leblos, so unkonkret – so wie dem Westen die gesamte DDR vorkam.“

Die Zeit

Die Zeit: Ausgabe zum Tag der deutschen Einheit 2019
Die Zeit, 2.10.2019

Die Wochenzeitung trägt in ihrer Ausgabe am 2. Oktober zweifellos am dicksten auf: Auf dem Titelbild recken FDJler ihre Fäuste und großes Zitat prangt darüber: „Die staatliche Willkür in der DDR war auch nicht schlimmer als heute“. Darunter heißt es nicht minder bedeutungsschwanger: „Ein großer Teil der Ostdeutschen schaut skeptisch auf die Demokratie. Was ist in den letzten 30 Jahren schiefgegangen?“

Die Panik des Scheiterns

Das Titelthema führt die historische Symbolik konsequent weiter, ein riesiges Staatswappen der DDR hängt über dem Artikel, die Überschrift ruft: „Jetzt hört mal zu!“

Im Fließtext werden die schweren Sätze der Titelseite fortgesetzt:

  • „Alles in allem ist die Stimmung mies, ausgerechnet zum Fest der deutschen Einheit. Etwas läuft gründlich schief.“
  • „Kommt da etwas in den Fundamenten der Republik ins Rutschen? Steht gar die Einheit im Begriff zu scheitern?“
  • „Die Repressalien, die Stasi, die Mauer – alles vergessen? Ist die Erinnerung an das Unrecht der Diktatur tatsächlich so sehr verblasst?“
  • „Die Befunde sind in weiten Teilen beunruhigend“

Dabei fokussiert der Text auf zwei Antworten: 41% der Befragten finden, man könne seine Meinung heute nicht freier oder sogar nur weniger frei äußern als vor 1989. 58% haben das Gefühl, heute nicht besser vor staatlicher Willkür geschützt zu sein als in der DDR.

In der zweiten Hälfte des Textes lässt der Texte aber Expert*innen zu Wort kommen – und plötzlich können die Statistiken auch anders gelesen werden: Der Leiter der Zeit-Studie etwa weitet den Blick von den Erfahrungen der DDR- auf die Nachwendezeit. Auch der Umgang der Kanzlerin mit den Geflüchteten würde eine Rolle spielen.

Raj Kollmorgen von der Hochschule Zittau-Görlitz ergänzt: Nicht jede ostdeutsche Kritik am Funktionieren der Demokratie sei als Systemkritik zu verstehen. Denn um die 80% der Ostdeutschen halten die Demokratie für die beste Staatsform.

Und schließlich stellt der Artikel fest: Aus den Ergebnissen der Umfrage ließen sich verschiedene Handlungsanweisungen ablesen: Löhne, Renten und Repräsentanz in Politik und Wirtschaft wären demnach naheliegende Aktionsfelder.

Die Zeit setzt also groß auf aufsehenerregende Zahlen – und scheitert auf hohem Niveau. Die Zahlen sind fraglos wichtig und können gute Erkenntnisse liefern. Auch der Artikel bietet diese Ansätze – leider muss man zunächst skandalisierend-aufgeregte Absätze hinter sich bringen. Schade.

Treuhand-Skandale statt Anerkennung

In der gleichen Ausgabe gibt es aber auch einen wunderbaren Artikel: Sechs Menschen sprechen darüber, wie sie an unterschiedlichen Positionen die Treuhand erlebt haben. Zwischendurch wird das Geschehen fundiert einsortiert – einer der Autoren ist Marcus Böick, der zur Treuhand forscht.

Die große Stärke des Artikels „Das abgeschriebene Land“: Er lässt die Menschen zu Wort kommen, ganz ohne Skandalisierung. Die Aktivitäten der Treuhand erscheinen so wie eine Lupe für das Aufeinandertreffen von Ost und West, mit all seinen Widersprüchen. Die kleinen und großen Erlebnisse fangen das wunderbar ein.

Darunter sind Blickpunkte, die es früher nicht in die Medien geschafft haben. So bewundert Johannes Ludewig, die Betriebsräte, aber deren Arbeit „hat keine Anerkennung erfahren in den Medien und in der bundesdeutschen Öffentlichkeit. Die interessierten sich nur für Transfer-Milliarden und für Skandale, aber nicht für den mühsamen Alltag von Umstrukturierungen und Neubeginn“.

Neun Thesen zur deutsch-deutschen Berichterstattung

Ein dritter Oktober im Jahr 2019, drei überregionale Zeitungen. Was lässt sich daraus lernen für die Berichterstattung über die deutsche Einheit, über Ostdeutschland und Westdeutschland?

  • Weniger Meinung: Auf vorschnelle Urteile und Skandalisierungen von Journalist*innen lässt sich gut verzichten. Wir sollten lieber hören, was Menschen erleben, erlebt haben und was Expert*innen zu sagen haben.
  • Mehr Vielfältigkeit in Ostdeutschland: Die Abkehr von der DDR funktioniert dann am besten, wenn die Unterschiedlichkeit innerhalb des Ostens unterstrichen wird. Ansonsten wird fortgeschrieben, was die DDR-Führung so gerne gewollt hatte: Ein gleichgeschaltetes Volk ohne Unterschiede.
  • Mehr Westdeutschland: Der Tag der deutschen Einheit betrifft schließlich beide Seiten.
  • Weniger Klischees: Erkenntnisse lassen sich nur gewinnen, wenn Vorurteile zurückgelassen werden. Das Bild über den Osten, über die DDR sollte eben nicht mit den vorhandenen Realitäten im Osten verwechselt werden. Gerade deshalb kommt den Medien eine besondere Bedeutung zu.
  • Mehr Fokussierung: Nicht immer muss ein Text die große Erklärung bieten. Merke: Nicht immer ist ein Blick auf mögliche Prägungen durch die DDR nötig und sinnvoll.
  • Mehr Transparenz: Wer ist diese Person, deren Text ich lese? Schreibt sie über ein „wir“ oder über ein „die“?
  • Nicht instrumentalisieren: Im Gespräch kann man erklären, beim Ankreuzen eines Fragebogens kann man das nicht. Zahlen lassen sich unterschiedlich interpretieren. Vertraut den Menschen, nicht den Statistiken!
  • Weniger urteilen: Ein richtiges Gedenken, eine richtige Haltung lässt sich nicht vorgeben. Unterschiedliche Haltungen müssen gehört, verstanden und ausgehalten werden. Dann kann man in der Gesellschaft auch damit umgehen.
  • Alle Medien – Zeitungen, Radio, Fernsehen, Webangebote – sie müssen nun auch Raum bieten für die Dinge, die sie einfordern: Ein Austausch von Erfahrungen, von Diskussionen. Ein gegenseitiges Zuhören. Und sie müssen die Konsequenzen selbst auch umsetzen: Ein höherer Anteil von Ostdeutschen und anderen Herkünften in den Redaktionen etwa. Damit ein kritischer Blick auf die eigenen Texte möglich wird.

Wie der Bananen-Artikel in der FAZ entstand

Wie der Bananen-Artikel in der FAZ entstand

Neulich in der Redaktionssitzung der FAZ:

„Was wollen wir eigentlich in der Ausgabe zum 3. Oktober machen?“

„Na, irgendwas mit Helmut Kohl, oder?“

„Nee, den hatten wir schon zum 9. November letztes Jahr. Fällt euch nichts besseres ein?“

Betretenes Schweigen.

„Ich hab’s: Wir schreiben zur Abwechslung mal was über die Ossis!“

„Ah, gute Idee!“

„Könnte interessant werden.“

„Einfach mal anderes machen.“

„Kennt denn einer von euch einen von drüben?“

Unschlüssiges Schweigen.

„Naja, vielleicht sollten wir eher so kulturell rangehen, über ein Symbol!“

„Oh Gott, aber bloß keine Trabis oder das Sandmännchen.“

„Wie wär’s mit Bananen?“

„Geile Idee! Die kommen auf die Titelseite!“

2015-10-04 12.31.44

„Und dann könnte ich noch einen längeren Text über Bananen machen, als Parabel über die Ostdeutschen, mit wichtigen Rezeptionspunkten in der deutsch-deutschen Geschichte und …“

„Ja, mach einfach.“

Eine halbe Stunde später.

„Irgendwie hat das Bananenthema doch nicht so viel hergegeben. Südfrüchte und Ostdeutsche haben offenbar nicht ganz so viel gemeinsam.“

Gemeinsames Schweigen.

„Hey, da gibt’s doch diesen Künstler, der überall Bananenmotive reinbringt und deshalb auch im Gefängnis war. Das menschelt, da kann man sogar ein Porträtfoto abdrucken!“

„Klasse, kommt der ausm Osten?“

„Nee, aus dem Rheinland.“

„Egal, Hauptsache Deutschland.“

Jubel. Die FAZ-Redaktion feiert ihre Idee mit Sekt und Schampus und veröffentlicht den Text unter dem Titel „Ausgerechnet Bananen“.